Zeltschule e.V.

„Wir können doch nicht zusehen wie eine ganze Generation syrischer Kinder in den Analphabetismus abrutscht und so jede Chance auf eine unabhängige Zukunft nach dem Krieg verliert.“ (Jaqueline Flory, Gründerin)

 

200.000 syrische Kinder leben in der libanesischen Bekaa-Ebene in Flüchtlingscamps ohne eine Schule zu besuchen. Statt lesen und schreiben zu lernen, müssen sie oft viele Stunden am Tag auf dem Feld arbeiten. Deswegen gründete die Münchnerin Jaqueline Flory Anfang 2016 mit den Lehrern und Eltern der Tumblinger Schule in München den Verein Zeltschule e.V.

 

Die Idee dahinter ist ebenso einfach wie bestechend: Die Mädchen und Jungen werden direkt in den Camps in einfachen Zeltschulen von Lehrern vor Ort unterrichtet. Und damit sie nicht mehr arbeiten müssen, unterstützt der Verein ihre Eltern mit Lebensmitteln und Wasser. Heute haben über 1000 Kinder in sechs Zeltschulen täglich Unterricht. 

 

 

Wir waren sofort von dieser Initiative begeistert und haben beschlossen, in einem der Camps in der Bekaa-Ebene die Phoenix Zeltschule zu bauen und sie für mindestens zwei bis drei Jahre zu finanzieren.

Am 15. Juli wurde "unsere" Schule eröffnet. Bereits 300 Kinder erhalten dort jeden Tag Unterricht.

 

Die Kosten für den Bau haben sich auf rund 8000 Euro belaufen. Dazu gehören das Fundament, Holz, Planen und die Erstausstattung mit Möbeln, Teppichen und Heizung. Um die Schule ein Jahr zu finanzieren, das heißt Schulmaterialien zu besorgen, Lehrer zu bezahlen, Wasser und Nahrungsmittel für die Eltern zu garantieren und sonstige Instandhaltungen vorzunehmen, benötigen wir weitere 28.000 Euro.

 

Zusätzlich haben wir nun 600 Euro für T-Shirts gespendet, die von Kindern der Tumblinger Schule in München bemalt werden. Dies soll einerseits den geflüchteten Kindern in der Beeka-Eben zeigen, dass es Kinder in Deutschland gibt, die ihnen eine Freude machen wollen, und andererseits sollen die Kindern bei uns lernen, wie viel weniger andere Kinder auf dieser Welt haben. (Die ersten bemalten T-Shirts zeigen wir unten.)

 

 

 

 

 

Yehya Alfaress, Mathematik- und Physiklehrer aus Holms, sagt: „Eine Schule bedeutet, dass das Leben zu uns zurückkommt, dass wir Hoffnung auf eine bessere Zukunft für unsere Kinder haben. Sie ist der Silberstreifen am Horizont.“ Lassen Sie uns dafür sorgen, dass möglichst viele Kinder in den Flüchtlingslagern diesen Streifen sehen.

 

 

Mehr Infos zu den Zeltschulen gibt es auf www.zeltschule.de.

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