Februar 2018

Interview mit Madhu Vaishnav, Gründerin des Girls Education Program in Rajastan

 

Im Interview mit der Gründerin des Girls' Education Prorams, Madhu Vaishnav, erfahren wir, wie die Initiative entstanden ist, was die größten Hindernisse für Mädchen und Frauen in der indischen Gesellschaft sind, und wie das Programm dabei helfen kann, diese Herausforderungen anzugehen.

 

When and why did you start the Girls Education Program?

 

The Girl’s Education Program began in February 2016 to address the education gap in Bhikamkor, a rural village 65km north of Jodhpur in Rajasthan, India, that left an estimated 70 percent of girls without secondary education compared to 40 percent of boys. That being said, the sustainable project to increase female attendance and keep the girls enrolled really took off at the beginning of 2017, after we trained education advocates in the village to help support the program.

 

Why is there a need for such a project?

 

IPHD is committed towards sustainable community development, with projects in Bhikamkor including the Saheli Health Clinic, which provides a safe space to discuss and diagnose female health, Saheli Women, a livelihood project that hires women to create ethical fashion, and the Girl’s Education Program. We recognize that the challenges faced within the community, including poverty and health, are interdisciplinary. We believe that women form the backbone of the community and if the women are educated and healthy, the family will be healthy, and, on a larger-scale, the community as a whole will be healthy. The Girl’s Education Program is a starting point towards creating a healthier community from the bottom-up, ensuring girls have the capacity to improve their lives and the lives of their families.

 

How do you convince the girls and their families to send the girls to school?

 

One of the biggest ways we convince the girls and their families to send the girls to school is through the two local women we employ as education advocates. They are responsible for going door to door in the village to teach families about the value of educating their daughters, help the willing families navigate the complex process of school enrolment, and conduct follow-ups to monitor the girls’ progress and address any issues that may arise preventing the girls from succeeding at school. We are constantly conducting needs assessments to improve our efforts in the village, from employing more teachers to sponsoring girls, all of which help convince families the education is worth it.

 

What are the main hindrances for the girls to visit school?

 

There are a number of issues that hinder the attendance of girls at the school. Culturally, families are afraid to send their girls off because they worry for the safety of their daughters. Last semester, one of the biggest problems was a lack of official documents that the school needed to keep 19 students enrolled. IPHD, with the help of village education advocates, was able to get these documents from the government so the girls could stay in school. The most prevalent issue is a lack of money to support sending their girls to school. This includes the nominal costs of education materials, such as notebooks and uniforms, in addition to transportation for those in the farming community located on the outskirts of the village. Finally, many girls end their schooling upon reaching puberty due to menstruation (both shame and lack of resources play a part), early marriages, and the fact that the secondary school is mixed gender.

 

What are your plans and wishes for the future of the project?

 

Currently, we are in the process of updating the school, which includes painting the buildings, adding tables and chairs for the students, and building both bathrooms with sanitary products, in collaboration with another organization, and a drinking water facility. We hope to continue enrolling girls and are considering opening a girl’s only secondary school to help alleviate the concerns of family members. Finally, we want to continue the work of the education advocates in strengthening the views of girls’ education in the village through follow-ups, feedback, and more training.

 

Januar 2018

Werden Sie Fördermitglied!

 

 

Es gibt tolle Neuigkeiten: ab dem 17. Januar haben Sie die Möglichkeit Fördermitglied der Phoenix Foundation zu werden. Mit 60 oder 120 Euro im Jahr können sie so einen wertvollen Beitrag zu unserem Förderverein leisten und viele Kinder und Jugendliche weltweit unterstützen!

 

Fördermitgliedschaften erleichtern unsere Arbeit enorm, da wir so viel besser planen, und die grundlegende Finanzierung unserer Partner-Projekte garantieren können. 

 

Zur Beantragung der Fördermitgliedschaft einfach den Antrag herunterladen, ausfüllen und unterschreiben, und per Post oder E-Mail direkt an uns schicken! 

 

Sie haben Fragen zur Fördermitgliedschaft? Wenden Sie sich jederzeit an info@phoenix-foundation.org

 

 

 

Hier gehts zum Download:

 

Antrag Fördermitgliedschaft
Fördermitgliedschaft_Antrag.pdf
PDF-Dokument [654.8 KB]

 

 

Oktober 2017

Statusbericht 2016/17

 

 

In unserem ersten Jahr haben wir schon viel erreicht ...

 

PHOENIX FOUNDATION E.V. - EINNAHMEN VS. AUSGABEN 2016/17

 

 

 

 

... und tolle Projekte gefunden und unterstützt ...

 

PHOENIX FOUNDATION E.V. - AUSGABEN 2016/17

Zeltschule e.V.

 

Im Juli 2017 wurde in Kooperation mit der Zeltschule e.V. unsere eigene Zeltschule für 300 Kinder in der Bekaa-Ebene im Libanon errichtet.

 

Mit unserem Engagement wurde sowohl der Bau der Schule als auch der Unterhalt für das erste Jahr gesichert.
 

 

Phoenix Orphanage

 

Phoenix Orphanage war unser erstes Projekt und wir finanzieren seit  über einem Jahr Waisenkinder in Zigoti, Uganda. Wir bezahlen ihre schulische Ausbildung, Essen, Schlafplätze und medizinische Versorgung. 

 

 

Ghetto Kids e.V.


Der Ghetto Kids e.V. ist unser erstes Projekt in Deutschland, das sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche unterstützt.


Wir haben im vergangenen Jahr eine Erlebnisreise für die Kinder unterstützt und finanzieren seit Oktober einen Raum für die vielfältigen Aktivitäten der Kids.
 

 

 

Rückstellung


Unsere Rückstellungen dienen der kurz- bis mittelfristigen Deckung unserer festen Verpflichtungen gegenüber unseren Partnerorganisationen und für neue Projekte. 
 

 

 

 

September 2017

 

Interview mit Baschar Oqla, Leiter unserer Phoenix Zeltschule

 

Baschar Oqla ist der Leiter unserer Phoenix-Zeltschule in der Bekaa-Ebene, die wir im Juli dieses Jahres eröffnet haben. Bereits 300 Kinder, die meisten von ihnen unterernährt, besuchen die Schule. Viele der Jungen und Mädchen waren noch nie zuvor in einer Schule. Deshalb müssen sie zuerst lesen und schreiben lernen - egal wie alt sie sind. 

 

Die Kinder werden insgesamt von fünf Lehrern unterrichtet - Bashar ist der erste Lehrer, der nicht im Camp der jeweiligen Schule wohnt. Da die Kinder in diesem Camp ganz besondere Bedürfnisse haben, wurde er aufgrund seiner langjährigen Erfahrung extra gebeten in die Phoenix-Schule zu kommen. 

 

Der 43jährige ist 2012 mit seiner Familie aus Damaskus geflohen. Die Schule dort zu verlassen, an der er zehn Jahre unterrichtet hatte, die Schüler, die ihm am Herzen lagen einer ungewissen Zukunft zu überlassen, sei die schwerste Entscheidung seines Lebens gewesen.

 

Nachdem Bashar im Libanon angekommen war, hat er bald angefangen auch hier an verschiedenen Zeltschulen zu unterrichten - unter anderem hat er die Alphabet-Zeltschule in Abdallah geleitet. Seine Schüler lieben ihn heiß und innig und er erzielt exzellente Ergebnisse mit ihnen.

 

Nun ist die Eröffnung der Phoenix-Schule fast 3 Monate her und es wird Zeit, Ihnen Baschar näher vorzustellen, denn mit dem Engagement der Lehrer vor Ort steht und fällt das Zeltschulen-Projekt.

In einem Interview mit der Gründerin Jaqueline Flory erzählt Baschar, was die besonderen Herausforderungen und Erfolge in der Phoenix-Schule sind.

 

JF: Du hast viereinhalb Jahre in Abdallah unterrichtet, ehe du in die Phoenix-Schule gewechselt hast. Was ist die größte Herausforderung in der neuen Schule?

 

Du weißt, dass jede Zeltschule eine schwierige Anfangsphase während der ersten 2-3 Monate hat. In dieser Zeit müssen wir das Leistungs- und Kenntnisniveau jedes einzelnen Schülers einschätzen, weil wir in unseren Zeltschulen die Aufteilung in Klassen nur bedingt vom Alter abhängig machen können. Wir müssen die unterschiedlichen Level der Kinder berücksichtigen, manche Kinder waren noch nie in der Schule, manche seit Jahren nicht mehr.

 

Die Besonderheit im Phoenix-Camp ist, dass 95% der Kinder keinerlei schulische Vorkenntnisse haben, wir fangen auch bei den größeren ganz von vorne an. Sie sind auch mit dem schulischen Ablauf nicht vertraut, hatten über Jahre einen vollkommen unstrukturierten Tagesablauf, auch Regeln und Prüfungssituationen müssen daher erlernt werden. Ihnen jetzt Struktur und Rahmenbedingungen für ihr Leben und Lernen zu geben, und sie gleichzeitig für Bildung zu begeistern, sie neugierig auf mehr zu machen, ist natürlich eine Herausforderung. Aber die Kinder sind mit Feuereifer dabei, begierig zu lernen, aus ihrer grauen Langeweile auszubrechen. Es ist eine Freude, sie zu unterrichten.

 

JF: Das Phoenix-Camp ist das ärmste und trostloseste gewesen, das ich je besucht habe. Inwieweit ist die mentale Situation der Familien hier eine Herausforderung?

 

Es ist auch das ärmste Camp, das ich je gesehen habe. Die Isolation der Menschen hier ist sehr groß, ihnen wurde nicht nur noch nie geholfen, sie haben auch den Glauben verloren, dass ihnen Hilfe zu steht, dass es Hilfe überhaupt gibt. Das ist eine schwierige Ausgangslage, aber es ist auch unglaublich rührend, jeden Tag aufs neue zu sehen, wie begeistert die Kinder sind, dass die Schule tatsächlich noch hier steht, dass das alles kein Traum war, es gibt Bewegung, nach jahrelanger Stagnation. Die Eltern sind noch sehr skeptisch, haben schon zu viel verloren, um dem neuen Glück zu vertrauen, aber das wird mit der Zeit kommen, wenn sie sehen, dass wir langfristig hierbleiben, dass wir entschlossen sind, alles zu tun, um ihr Leben zu verbessern.

 

JF: Was ist das wichtigste, was wir hier von Deutschland aus tun können, um dich und deine Schüler zu unterstützen?

 

Dein Verein ermöglicht unsere Schulen hier erst, das allein ist unglaublich, dass Hilfe von so weit weg kommt. Natürlich muss es oberste Priorität haben, den Erhalt der Schulen langfristig zu sichern. Niemand weiß, ob und wann eine Rückkehr nach Syrien möglich sein wird. Dass die Kinder, die so lange auf eine Schule gewartet haben, sie nicht nach wenigen Monaten oder Jahren wieder verlieren, ist immens wichtig. Wir haben bereits darüber gesprochen, dass das Interesse in Deutschland am Schul-Bau sehr viel größer ist als am Schul-Erhalt und ich kann sehr gut verstehen, dass dir das Sorgen macht.

 

Deswegen ist es meiner Meinung nach ebenso wichtig, dass du Bewusstsein schaffst für die schreckliche Situation, in der hunderttausende syrischer Kinder hier leben, hoffnungslos, perspektivlos, freudlos. Das Traurige ist, dass nur den Kindern, die lange Zeit ohne Schule waren, klar ist, wie sehr Schulen Leben verändern. Wir müssen den Menschen in Deutschland vermitteln, dass das Projekt Zeltschule nicht “nur” das Leben der Kinder hier verändert, sondern dass wir hier aktive Friedensarbeit leisten, dass Kinder, die Zugang zu Bildung, Büchern, Spielzeug, Glück…. haben, nicht zu Extremisten werden, das werden Kinder, die keinen Ausweg aus einer hoffnungslosen Situation sehen.

 

 

Mai 2017

 

Der erste Status-Bericht aus Zigoti!

 

 

Das erste Trimester des Schuljahres geht für unsere Kids der Phoenix Orphanage Organization in Uganda zu Ende und daher wird es Zeit für ein kleines Update.

 

Seit Andy, Markus und Sarah von der Phoenix Foundation Ende letzten Jahres unser Projekt in Zigoti besucht haben, ist viel passiert. Und da unsere Fortschritte nur durch die großzügige Hilfe unserer Spender möglich geworden sind, möchten wir uns im Namen der Phoenix Orphanage Organization erstmal von ganzem Herzen für diese Unterstützung bedanken.

 

Bei der Gründung 2014 unterstützte die Phoenix Orphanage Organization 55 Waisen- und Straßenkinder im Alter von drei bis sechzehn Jahren. Mit den – leider unregelmäßigen - Spenden wurden die dringendsten Bedürfnisse wie Verpflegung, ein Dach über dem Kopf, Zugang zu einer Ausbildung und medizinischer Hilfe gedeckt. Heute unterstützen wir 45 Kinder, weil drei zu ihren noch lebenden Verwandten ziehen konnten und zehn von anderen lokalen Organisationen aufgenommen wurden. Drei neue Kinder konnten in unser Programm aufgenommen werden.

 

Seit dem Einstieg der Phoenix Foundation e.V. konnten sowohl die fixen Kosten, wie Heim, Nahrung und Ausbildung als auch die variablen Kosten (medizinische Versorgung, Kleidung, Administration, etc.) ausreichend gedeckt, ja sogar verbessert werden. Zum Beispiel können wir mehr Obst und Gemüse kaufen, um eine abwechslungsreichere und gesündere Ernährung zu gewährleisten, fehlende oder kaputte Schuluniformen austauschen und jedem Kind mindestens ein paar Sandalen oder Schuhe besorgen. Des Weiteren haben wir zwei Tische und vier Bänke bei einem lokalen Schreiner fertigen lassen, damit die Kinder einen sauberen Platz haben, um zu essen und Hausaufgaben zu machen.

 

In diesem Jahr gab es auch eine Neu-Verteilung der Kinder an verschiedene Schulen. Der Großteil unserer Kinder (19 Mädchen und 17 Jungs) besucht das Primary School Level (Grundschule) an insgesamt drei verschieden lokalen Grundschulen. 7 Kinder sind inzwischen auf einer Secondary School (Highschool/Gymansium), 6 davon in Zigoti. Einer unserer Jungs hat durch seine hervorragenden Leistungen ein Teil-Stipendium für eine der besten Secondary Schools im nächst-größeren Ort Mityana, bekommen. Unsere zwei ältesten Mädchen haben dieses Jahr die Secondary School verlassen, und machen nun eine Ausbildung.

 

Noch bevor das Schuljahr im Januar anfing, war es uns durch eure Hilfe möglich, einen Computereinführungskurs für vier unserer Ältesten zu organisieren. Wie bei uns in der westlichen Welt, werden auch in Uganda Computer zu einem immer wichtigeren Bestandteil des Lebens, vor allem in der Arbeitswelt. Eines unserer Ziele ist es, unseren Kindern während der Ferien ein Programm zu bieten, um deren kulturelle, produktive und handwerkliche Fähigkeiten zu fördern. In den nächsten Ferien ist ein Workshop in traditionellem Tanz und Musik geplant.

 

Auch Krankheiten und Verletzungen können inzwischen zeitnah und gründlich behandelt werden. Unsere Ärztin ist drei Tage die Woche in der lokalen Klinik in Zigoti und durch die regelmäßige finanzielle Unterstützung von Phoenix e.V. konnten in den letzten vier Monaten acht Fälle von Malaria und vier Fälle von Typhus erfolgreich behandelt werden.

 

Die Lebensqualität dieser Kinder hat sich durch Eure Unterstützung immens verbessert. Sie wissen, dass sie nicht mehr alleine sind auf der Welt und senden ihren neuen internationalen Freunden ein riesen Dankeschön und liebste Grüße aus Uganda!

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